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Informationen
für Nahestehende

Konsum von Alkohol und anderer Suchtmittel

Hinschauen
lohnt sich!

Alkohol, Cannabis, Nikotin, Heroin … Es gibt viele verschiedene Suchtmittel. Auch bestimmte Verhaltensweisen können wie ein Suchtmittel wirken. Zum Beispiel das Glücksspiel oder Computergames. Diese Website bietet Informationen und Rat. Die Texte fokussieren sich auf Alkohol. Viele Informationen lassen sich aber auch auf andere Suchtmittel übertragen.

Wenn man Alkohol oder andere Suchtmittel braucht, lohnt es sich, genauer hinzuschauen:

Wo stehe ich mit dem Konsum?

Verursacht er Probleme für mich oder für andere?

Verändert sich mein Konsum?

Will ich etwas verändern?

Suchtmittel bergen Risiken. Man kann körperliche und psychische Probleme bekommen. Man kann abhängig werden. In der Schweiz sind etwa 250’000 Menschen von Alkohol abhängig. Wie viele Menschen von anderen Suchtmitteln abhängig sind, weiss man nicht. Etwa 1‘387‘000 Personen rauchen täglich Zigaretten. Etwa 57‘000 Personen konsumieren täglich Cannabis.

Man wird nicht von einem Tag
auf den anderen abhängig.

Aber von manchen Suchtmitteln kann man sehr schnell abhängig werden.

Menschen, die abhängig sind, sagen oft: «Ich bin da hineingerutscht». Alkohol oder andere Suchtmittel können fast unmerklich immer wichtiger werden.

Manche sagen auch: «Es ist passiert, als es mir nicht so gut ging.» Ein massvoller Konsum kann sich verändern, wenn sich Lebensumstände verändern. Zuerst konsumiert man zum Genuss. Und dann konsumiert man gegen schlechte Gefühle. Und man konsumiert immer mehr.

Fragen, die sich stellen

Was ist ein risikoarmer Alkoholkonsum?

Sehr viele Menschen trinken Alkohol. Die meisten haben damit keine Probleme.

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Wann fangen Probleme an?

Der Übergang von «keine Probleme» zu «Problemen» ist fliessend.

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Weniger trinken – wie geht das?

Früh reagieren lohnt sich!
Man kann viel für seine Gesundheit tun.

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Wann ist man abhängig?

Es gibt keine bestimmte Konsummenge, ab der man abhängig ist.

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Wie Rückfälle vermeiden?

Der Wunsch, wieder zu konsumieren, kann plötzlich wieder da sein.

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Informationen für Frauen/Männer

Männer und Frauen gehen unterschiedlich mit Suchtmitteln um.

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Wenn Kinder da sind

Wenn Kinder da sind, muss man sie unterstützen.

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Faltblatt erhältlich
in 8 Sprachen

Was sollte ich
über Alkohol wissen?

Wann habe ich die Kontrolle verloren?

Bei uns zu Hause wurde und wird immer sehr guter Wein getrunken. Bei meinen Eltern steht täglich zum Essen eine Flasche Wein auf dem Tisch. Damit möchte ich nur die Selbstverständlichkeit aufzeigen, mit der bei uns zu Hause mit Alkohol umgegangen wird.

Im Gegensatz zu mir können meine Eltern die angebrochene Flasche wieder «zustoppeln» … Wann habe ich die Kontrolle über mein Trinkverhalten verloren? Zum Feiern und Trinken war ich immer schon zu haben und lehnte selten ein Glas ab.

Mit der Trennung von meinem Lebensgefährten und der gleichzeitigen Trennung von meiner Geschäftspartnerin rutschte mir auf einmal der Boden unter den Füssen weg. Ich stand mit meiner Tochter ohne Job alleine da. Da habe ich angefangen, mir ab und zu am Abend eine Flasche Wein aufzumachen, wenn ich vor lauter Grübeln wieder nicht schlafen konnte. Der Weinkeller war ja voll mit besten Weinen. Und irgendwann, etwa ein Jahr später, hatte ich es nicht mehr im Griff, ich musste mir täglich eine Flasche besorgen.

(Aus einem Internetforum)